Medien – Ausgewählte Berichterstattung
15. Juli 2009 von
Felix
Seit einiger Zeit beobachte ich mit großer Sorge unsere Medien, insbesondere TV und Zeitung. Mittlerweile gewinnt man den Eindruck, dass die Medien nur über Dinge berichten, die auch erwünscht sind. Regierungskritische Berichterstattung gibt es schon lange nicht mehr, nur noch politische Sündenböcke, die von den Medien in der Luft zerrissen werden, sobald sie sich aus der Masse mit kritischen Äußerungen hervorheben. Die Öffentlichkeit gewinnt den Eindruck: Ja, die Medien sind nach wie vor kritisch und unabhängig.
Zum ersten Mal dachte ich kritisch über die Medien nach der Demonstration „Löschen statt Sperren“ am 20. Juni 2009 nach. Ich wartete abends gespannt auf erste Berichte in der Abendschau im RBB und in der Tagesschau, außerdem auch in den Tagesthemen und natürlich auch auf den „privaten“ Sendern… Es fiel nicht ein einziges Wort über die Demos in ganz Deutschland! Nur eine kurze Meldung, verlesen von den jeweiligen Moderatoren ohne Videobeitrag, „Jörg Tauss ist aus der SPD ausgetreten“. Dabei fehlte allerdings die Ergänzung, dass er nun zu der Piratenpartei wechselt. Denn diese Partei scheint in den Medien ein Tabuthema zu sein. Aber was dagegen natürlich erwähnt werden musste, „Jörg Tauss, , gegen den Ermittlungen wegen Besitz von Kinderpornographie laufen“. Hier haben wir auch wieder eines dieser politischen Sündenböcke, der „böse“ Herr Tauss. Das aber seine vermeintliche Straftat auch von einer gewissen Familienministerin begangen wurde, wird dabei völlig ignoriert, weggelassen, verschleiert.
Nun möchte ich hier nicht der Verleumdung bezichtigt werden, daher ein kleiner Einblick in die Situation unserer Familienministerin. Frau von der Leyen, so ihr Name, erzählt gerne von der Kinderpornographie und wie absolut unmenschlich und abartig sie ist (damit hat sie bis hier auch völlig recht), aber um den Zuhörern bzw. Zuschauern das zu verdeutlichen, zeigt sie hin und wieder kinderpornographisches Material… das ist eindeutiger Besitz von Kinderpornographie, aber hat das schon jemand in unseren Medien gehört?
Aktuellstes Beispiel aus der Welt der Medien und ihrer Verschwiegenheit: Wieder einmal unsere Ursula von der Leyen. Sie behauptet, dass es in Indien keine Gesetze gegen Kinderpornographie gäbe und begründet damit, dass es daher auf nationaler Ebene nötig sei, Internetseiten zu sperren, da ein Löschen, was wesentlich effektiver wäre, gar nicht möglich sein kann, wenn ein solches „böses“ Land keine Gesetze dagegen habe. Natürlich hat Frau von der Leyen hier gewaltig in die Sch**** gegriffen, denn sie hat schlichtweg gelogen, aus Unwissenheit oder Bosheit sei dahingestellt, aber auch darüber fällt kein Wort in den Medien, dabei würden sie jeden anderen Politiker bei solchen Lügen doch gleich auseinander nehmen, aber offenbar steht Ursula unter „medialer Immunität“.
Worüber berichten Medien denn stattdessen? Nicht etwa, dass unsere Grundrechte „für die Sicherheit“ immer weiter eingeschränkt werden oder dass wir permanent überwacht werden sollen, nein, denn es gibt offenbar wesentlich wichtigere Themen, die ganze Sondersendungen füllen, sogar Videobeiträge wert sind und auf Zeitungen die größten Schlagzeilen erhaschen: Knut der Eisbär, Wir sind Papst, an der I.S.S. Ist eine Schraube locker, Michael Jackson ist immer noch tot…
Aber wie kommt das eigentlich? Die öffentlichen Sender kassieren ihr Geld von? Na? Genau, von der GEZ, einer staatlichen Behörde. Dass dort gewisse Verpflichtungen und Verflechtungen mit der Politik und Regierung vorliegen, erscheint daher logisch.
Kommen wir zu den „privaten“ Sendeanstalten und Boulevardblättern: Ich nenne hier als Beispiel gerne den Axel Springer Konzern. Unter seinen Fittichen liegt nicht nur die BILD Zeitung, sondern auch einige TV-Sender, außerdem wollte man die Pro7Sat1 Media AG übernehmen. Das ist einem medialen Kartell sehr nahe. Aber nicht nur das, denn der stellvertretende Chefredakteur der BILD ist mit einer hochrangigen CDU-Politikerin im Bundestag, Frau Krogman, verheiratet. Frau Krogman ist übrigens eine der Initiatoren der kommenden Internetzensur in Deutschland, daher liegt die Antwort auf die Frage, warum keine kritische Berichterstattung zu diesem Thema in den Medien erschien, auf der Hand.
Im Laufe des Schreibens dieses Blogs wurde mir eines klar: Kein Wunder, dass man das Internet zensieren möchte, denn nur so kann man die mediale Kontrolle behalten, denn die Weiten des Internets sind sonst nicht beherrschbar, da jeder über jeden und mit jeden Inhalte veröffentlichen kann, es weitererzählt bzw. „weiterzwitschert“ und Blogs das Internet mit kritischen Aussagen füllen. Anstatt an der Ursache anzusetzen, setzt man offenbar lieber auf Verschleierung und Zensur.
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